Was jetzt?! Wenn der Job weg ist und die Krise da ist, braucht es eine Community – Mit Lisa Willmann & Janine Bessen von girls inbetween jobs

Stell dir vor, du verlierst deinen Job – und ganz schnell schleicht sich schon die Scham ein. Statt offen über Unsicherheit, Zweifel und Orientierungslosigkeit zu sprechen, verpacken viele von uns diese Zeit lieber als Erfolgsgeschichte. Dass man diese Phase jetzt natürlich ganz produktiv nutze, um sich neu auszurichten. Die eigentliche Verletzlichkeit dahinter bleibt dabei oft unausgesprochen.

In dieser Episode sprechen wir mit Lisa Willmann und Janine Bessen, den Gründerinnen von girls inbetween jobs – einer Community für Frauen im DACH-Raum, die ihren Job verloren haben. Die Idee dazu ist aus eigener Erfahrung entstanden: Beide haben ihren Erwerbsjob verloren, auf unterschiedlichen Wegen, aber mit einer ähnlich frustrierenden Erkenntnis danach – wie wenig echte, emotionale Unterstützung es in dieser Phase eigentlich gibt.

“Ich bin ein großer Fan davon, dass wir einfach aufhören, Karriere als diese perfekte lineare Geschichte zu erzählen. Genauso gehört es in der Karriere dazu, dass nicht immer alles nur steil nach oben geht. Das Schlimme und Verrückte ist, dass wir über diese Phasen nie reden.” 


Wir schauen dorthin, wo es unbequem wird: Warum ist der Jobverlust für so viele mit Scham verbunden, obwohl er fast jede:n irgendwann trifft? Warum fällt es uns so schwer, uns mit unserer Unsicherheit zu zeigen, statt sie zu einer Erfolgsgeschichte umzudeuten? Und was braucht es wirklich, um jemanden durch dieses "Inbetween", die Zeit zwischen zwei Kapiteln, zu tragen?

Wir sprechen außerdem über das Format, das Lisa und Janine daraus gebaut haben: kleine, geschützte digitale Circles alle zwei Wochen, ganz bewusst ohne Pitch-Zwang, ohne Coaching oder klassisches Networking, ohne Selbstoptimierung. Und es wird persönlich: Beide erzählen, wie sich aus ihrer eigenen Freundschaft in der Krise die Idee entwickelt hat, diesen Raum auch für andere Frauen zu öffnen.

“Wir interessieren uns nicht dafür, wer dein vorheriger Arbeitgeber war oder welche Führungsebene du hattest, sondern du als Mensch zählst mit deiner Geschichte. Wenn du sie teilen und Gleichgesinnte finden möchtest, möchten wir diesen Raum dafür bieten und dafür sorgen, dass er sich geschützt anfühlt.” 


Eine Episode über Scham, Verletzlichkeit und die Frage, warum wir die Zeit zwischen zwei Jobs so hartnäckig verstecken, statt sie als das zu behandeln, was sie ist: ein ganz normales Kapitel im Berufsleben.


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